Dr. Mitsuo Shirahama
Dr. Mitsuo Shirahama wurde im Jahr 1933 als ältester Sohn von drei Kindern in Japan geboren. Er studierte Philosophie und Theologie an den Universitäten Tokio, Rom und Mailand, wo er in beiden Fächern den Doktortitel erwarb.
1970 kam er nach Zürich und studierte Tiefenpsychologie am C.G. Jung-Institut. 1978 schrieb er seine Abschlussarbeit über «C.G. Jung und die Bioenergie». Persönlich geprägt durch die asiatische Lebensphilosophie entwickelte er in langjähriger empirischer Forschungsarbeit die BioEnergie-Therapie.
Seit nunmehr rund 40 Jahren behandelt er Patienten erfolgreich mit seiner BioEnergie-Therapie. Dies veranlasste ihn 1992 das Institut für BioEnergie-Therapie in Zürich zu gründen, an welchem die ersten Therapeutinnen und Therapeuten ausgebildet wurden.

Heute ist Dr. Mitsuo Shirahama die Seele seines BioEnergie-Gesundheitszentrums, wo er als Mentor, Therapeut und Mensch wirkt.
In der Zeitschrift Visionen erschien im Oktober 2010 dieser Artikel über Dr. Shirahamas BioEnergie-Therapie.
Dr. Shirahamas Lebenswerk, die BioEnergie-Therapie
Persönlich geprägt durch die asiatische Lebensphilosophie entwickelte Dr. Mitsuo Shirahama in langjähriger Forschungsarbeit die BioEnergie-Therapie. Sie bildet die Grundlage für seine drei Bücher «CHI-ENERGIE – Die Quelle des Lebens», «BIOENERGIE – Die geheimnisvolle Heilkraft» und «Religion macht krank».
Während seines Studiums am C.G. Jung-Institut war sein erster Analytiker Dr. Peter Walder. Nach Jungs Tod hatten sich zwei Gruppen gebildet: die Anhänger von Marie-Louise von Franz, einer direkten Schülerin von Jung, und die sog. Ratio-Jungianer, die zum Teil Jung selbst kritisch gegenüber standen. Nach einjähriger Analyse empfahl ihm Dr. Peter Walder, sich unbedingt mit Marie-Louise von Franz zu treffen, obwohl Walder selbst ein Schüler C.A. Meyers und tendenziell Ratio-Jungianer war. Auch riet er ihm aufgrund einer Vision zum Studium der tibetanischen Medizin. Die tibetanische Medizin ist eigentlich eine Philosophie. Sie betont die enge Beziehung zwischen Universum und Mensch, d.h. zwischen Makro- und Mikrokosmos. Dabei gilt das Hauptaugenmerk dem Energiekörper und dem spirituellen Aspekt alles Lebendigen. Jung hatte sich stets besonders mit der tibetanischen Medizin auseinander gesetzt.
Interessant ist, dass Dr. Shirahama für Jung – über die Vatikanstadt Rom – bis in die Schweiz gekommen war; zur tibetanischen Medizin hatte er damals keine Beziehung. Nun aber begann er, sich damit zu befassen und stiess dabei auf CHI – gleichbedeutend mit Lebenskraft, Lebensgeist, Essenz, Prana etc. Davon fasziniert, entwickelte er seine eigene Heilmethode, die auf den Chakras des Menschen basiert.
In jener Zeit absolvierte Dr. Shirahama sein Praktikum in der Psychiatrischen Klinik, wo er die bedrückende Beobachtung machen musste, dass den Patienten etliche Medikamente verabreicht wurden, ohne dass dies eine Verbesserung des körperlichen und seelischen Zustands gebracht hätte. So folgte er seiner Inspiration und begann, die neugierigen Patienten mit seiner Druckmethode zu behandeln, was ihnen wohltuende Hilfe brachte. Nach diesen Anfangserfolge arbeitete Dr. Shirahama «heimlich» weiter, weil damals alles, was nicht rational erklärbar war, von den schulmedizinischen Institutionen abgelehnt wurde. Erst im Jahre 1992 war die Zeit reif, ein Institut zu gründen und der Therapieform einen Namen zu geben. Interessanterweise wurde nur zwei Jahre später das Forschungs- und Ausbildungszentrum für Tiefenpsychologie nach C.G. Jung und Marie-Louise von Franz gegründet, als Gegenbewegung zu den Ratio-Jungianern. (Aus «BIOENERGIE – Die geheimnisvolle Heilkraft», S.34–40 ff.)
homo totus, Psyche und Soma
Dr. Mitsuo Shirahama erkannte, dass CHI beide Komponenten beinhaltet: Psyche (Seele) und Soma (Körper). Basierend auf C.G. Jungs Konzept des homo totus, des ganzen Menschen, legte M. Shirahama den Fokus vor allem auf die körperliche Seite, das Immunsystem des Menschen.
Heute findet dieses langjährige Bemühen Dr. Shirahamas um den Einbezug des Körpers, das in die Entwicklung der BioEnergie-Therapie mündete, auch die Anerkennung von Kollegen, die sich ihrerseits der Psychoanalytik verschrieben hatten.

